Holzer Galerie


Wir über unsGeschäftlokale
Ausstellung
Restaurierungen
AnfertigungenWarenwunsch
Anfertigungen
 

      Holzer Galerie

Büro 1900
Eine kurze Geschichte des Jugendstils





AUS ALT MACH NEU

Bis aus alten, zum Teil unansehnlichen Möbelstücken ein glanzvoller Mittelpunkt Ihres Zimmers wird, ist es ein weiter Weg.

Das Möbelstück muß zerlegt, Beschläge, Gläser, Marmorplatten müssen entfernt werden. Farbreste, möglicherweise unsachgemäß angebrachte Lacke müssen abgeschliffen werden. Das Holz wird verkittet, die einzelnen Teile werden wieder verleimt. Dann wird mit Spiritusbeize der gewünschte Farbton aufgetragen. Eine erste Grundierung mit SCHELLACK* folgt. Nach dem Trocknen wird so lange von Hand geschliffen und poliert, bis der berühmte Schellackglanz entsteht. Um eine geschlossene glatte Oberfläche (wie bei Klavieren) zu erzielen, müssen alle Poren mit Bimsmehl ausgefüllt werden. In jedem Fall sind mehrere Schleif- und Politiervorgänge notwendig.
Der Zeitaufwand der Restauration ist abhängig von der Größe des Möbelstücks: z. B. : Sessel ca. 10 – 12 Stunden

*SCHELLACK
wird in Indien und Thailand aus dem Ausscheidungssekret einer Insektenart (Lackschildlaus) gewonnen. Die Insekten produzieren Schellack, um ihre Brut zu füttern, der Rest wird an Bäumen abgelagert. Zur Gewinnung werden die Äste abgeschnitten und der Schellack wird heruntergeklopft. Original Schellack ist wachshältig und wird für matte Polituren verwendet. Will man jedoch eine glänzende Oberfläche erreichen, muß das Wachs in mehreren Arbeitsgängen aus dem Schellack extrahiert werden.
Die verschiedenen Farbtöne des Schellacks ergeben sich aus dem Gebiet, aus dem der Schellack gewonnen wird (Thailand > roter Boden > dunkler Schellack). Um hellen Schellack zu erhalten, müssen die Farbsubstanzen bis zur gewünschten Tönung herausgefiltert werden.

Schellack ist vollkommen biologisch und wurde in Wien schon im Barock zum Schutz von Möbeln verwendet. Der Einsatz von Schellack ist aber nicht nur auf Möbel beschränkt. Um Marzipan den bekannten edlen Glanz zu verleihen, wird er mit Schellack bestrichen; Pillen werden, um eine Auflösung im Mund zu verhindern, mit Schellack lackiert, ebenso die bekannten Napoli Drageekeksi, die „nicht in der Hand zergehen“. Zitronen und Orangen werden, um auf dem vielleicht eine Woche oder länger dauernden Transport nicht auszutrocknen, mit Schellack lackiert. Nicht zu vergessen die guten alten „Schellacks“ (Schallplatten).

Auf der nächten Seite finden Sie zum Abschluß noch einige Tips zur Möbelpflege.